Hertha darf nicht sterben! Stadtteilübergreifende Bürgerinitiative aus Bergfelde, Borgsdorf, Hohen Neuendorf und Stolpe gegen den Neubau der L171 in Hohen Neuendorf - durch Havel Auen, Stolper Heide und Herthamoor.

Nachrichten - Aktuelles zur L171

Minister Dellmann in Hohen Neuendorf

Von: K.P. am 05. August 2009 Archiv Drucken

Infrastrukturminister Dellmann in Hohen Neuendorf - als er erklärte, gegen den Widerstand einer Stadt und ihrer politischen Vertreter kein Projekt durchzuziehen, brandete ihm minutenlanger Applaus entgegen, der sein Lächeln gefrieren ließ.

800 Leute sollten in die Halle gehen, 400 Stühle waren im vorderen Drittel aufgebaut - die waren besetzt, in den letzten beiden Dritteln stauten sich die Leute, die Emporen waren auch gerammelt voll. Also waren die 800 Bürger, die baupolizeilich zugelassen waren, sicher komplett vorhanden.

Liebe Mitstreiter,
so können Dienstage also auch aussehen. Wie lautet seit gestern der Vorname von Hohen Neuendorf? Hertha.

Max der Dachs hat ganze Arbeit geleistet.

Wir haben allen Grund glücklich zu sein. Minister Dellmann hat also gestern Abend in der Stadthalle sein Wort gegeben, die Straße nicht zu bauen, wenn wir ihm die Gründe dazu liefern. Gegen den Widerstand der Stadt und der Bürger ist da nichts zu machen.

Da haben wir also noch zwei wichtige Aufgaben vor uns.

1. Einwände gegen den Neubau der L171 einreichen

Jeder muß in der Zeit vom 10. August bis zum 30 Oktober seine Einwände gegen den Straßenneubau in schriftlicher Form entweder als Brief, oder als email an den Landesbetrieb Straßenwesen einreichen. Wir sind sicher, dass Sie Argumente in Hülle und Fülle haben. Trotzdem werden wir Ihnen Fakten und Argumenationshilfen gegen den Neubau der L171 in die Hand geben, die Sie gern benutzen können: [artikel::1].

Über 5200 Unterschriften gegen den Straßenneubau waren ein beeindruckendes Zeichen. Mehr waren Sie allerdings nicht. Es erwächst keine Rechtskraft aus Ihnen. Nehmen Sie sich also die Zeit und machen Sie sich die Mühe ein persönliches Schreiben zu verfassen. 10 Minuten Arbeit für 20 Jahre Ruhe.

Fangen Sie damit bitte erst nach dem 10 August an. Dann beginnt das Verfahren.

2. Null-Lösung in der Stadt durchsetzen

Der Minister hat deutlich gemacht, daß er einen Beschluß der Stadt braucht, die vorhandenen Pläne vom Tisch zu fegen. Im Prinzip sind sich alle Parteien da einig. Aber auch hier kann man von unseren Politikern viel über Mathematik lernen. Es gibt offensichtlich verschiedene Vorstellungen darüber, wie eine Null definiert wird. Es ist Wahlkampf und da muß sich sicher der eine oder der andere Politiker hervorheben. Aber hier muß die Stadt zu einem klaren Votum kommen.

Helfen Sie unseren Politikern bei der Entscheidungsfindung. Seien Sie zahlreich bei der Stadtverordnetenversammlung am 27. August im Rathaus dabei. Lassen Sie die Trillerpfeife weg, aber nehmen Sie ein paar unserer schönen Plakate mit. Hier kommt es wieder auf uns an. Wir wollen doch nicht im Hafen scheitern.

  • am 11. August tagt der Hauptauschuss
  • am 13. August der Bauausschuss

Auch dort sollten Sie dabei sein. Denken Sie an Murphys Gesetz. "Wenn etwas schiefgehen kann, geht es schief." Lassen wir also gleich von Anfang an keine Schwachstellen zu.

Dirk Hartung

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