Mit Max dem Dachs in Hoppegarten - Hohen Neuendorf und die Region sagen Nein zur L171 (neu)
Da staunte Edgar Gaffry, Vorstand der Abteilung Planung im Landesbetrieb Straßenwesen nicht schlecht, als die Tür aufging und Max der Dachs höchstpersönlich aus Hohen Neuendorf angereist war, um die gesammelten Widersprüche gegen die neue L171 zu übergeben.
Mehr Widerstand geht nicht - mit diesen Worten übergaben die Mitglieder der Bürgerinitiative "Hertha darf nicht sterben" zusammen mit Max den zuständigen Planern ein 25 Kilogramm schweres Paket mit 2327 Einwendungen gegen die L 171 (neu).
Max der Dachs übergibt ein Paket mit 2327 Unterschriften gegen die L171 (neu).
© Alle Rechte bei Annette Jedwabski
Gaffry schätzte die Anzahl der schon direkt eingegangenen Briefe auf rund 1500 oder gar mehr. Dazu kommen die mehr als 6000 Unterschriften, die wir gegen den Straßenbau gesammelt haben - 10.000 Stimmen aus Hohen Neuendorf und der Region, die Nein sagen zum Neubau der L171.
Eine Bürgerbeteiligung dieser Größe habe ich noch nicht erlebt! (Edgar Gaffry)
Ulrike Döhler, seine Mitarbeiterin und Stellvertreterin, nahm interessiert unsere umfangreiche Stellungnahme entgegen, in der wir uns gründlich mit der vorgelegten Planung auseinandergesetzt haben und zu dem Schluss kommen:
Die methodische Unzulänglichkeiten und fehlende Begründung der vorliegenden Planungsunterlagen im Entwurf des LStrBPl 2010, die potentiell sehr hohen negativen Auswirkungen der Maßnahmen auf Umwelt und lokale Bevölkerung, der fehlende Nachweis einer verkehrsspezifischen Notwendigkeit der geplanten Trassen, Verstöße gegen gesetzlichen Vorgaben und Landesplanungen sowie die fehlerhafte Berechnung der Nutzen-Kosten-Verhältnisse führen zur Ablehnung der vorliegenden Planungen.
Unsere Argumente in den Händen von Ulrike Döhler, Mitarbeiterin und Stellvertreterin des Vorstands der Abteilung Planung.
© Alle Rechte bei Annette Jedwabski
Nun sollen die Briefe und die Stellungsnahme ausgewertet und die gesammelten Argumente analysiert werden. Bis Februar 2010, so Gaffry, werde der Landesbetrieb Straßenwesen dafür sicher brauchen.
Gute Chancen
Die Chancen, dass die absurden Straßenplanungen aus dem Entwurf zum Landesstraßenbedarfsplan 2010 gestrichen werden, sind nach Meinung des Vorstands des Landesbetrieb Straßenwesen als sehr hoch einzustufen.
Zugleich solle überlegt werden, was am Zustand der bestehenden L171 (alt) geändert werden könne. Das Land werde die Bürgerinitiative informieren und eine Vorlage für den Landtag vor der Sommerpause erarbeiten.
