Und Berlin ist doch betroffen - rettet den Hubertussee!
Eine neue Mauer zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf? Geht es nach den Plänen des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung könnte das bald wieder traurige Realität sein.
Warum?
Geplant ist eine neue Landesstraße L171, die von der Anschlussstelle Hennigsdorf/Velten der A111 durch das südliche Hohen Neuendorf und Bergfelde, mitten durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete, bis hin zur B96a führen soll.
Aber nicht nur durch Havel Auen, Stolper Heide und das Herthamoor sind von den Planungen für diese so genannte Ortsumgehung betroffen, sondern auch der Frohnauer Forst. Der romantische Hubertussee , so prognostizieren Experten, würde verlanden und Frohnau ein traditionelles Ausflugs- und Naherholungsziel verlieren. Laut Plan reicht die Straße, für die natürlich auch Lärmschutzwände angedacht sind, direkt bis an die Berliner Stadtgrenze. Dadurch wird Brandenburg 20 Jahre nach dem Mauerfall erneut von Berlin getrennt.
Hubertussee in Frohnau. Sommer 2009.
© Alle Rechte bei K.P.
Berlin ist betroffen
Das Potsdamer Ministerium unter Leitung von Minister Dellman geht allerdings davon aus, dass Berlin am Planungsverfahren nicht zu beteiligen ist, weil die Stadt von der neuen Straße nicht betroffen sei.
Dass das ein Irrtum ist, ist unstrittig. Im Berliner Lärmminderungsplans wird das Gebiet des Frohnauer Forstes als „ruhiges Gebiet“ klassifiziert. Nach EU-Recht sind solche Areale von Lärmbelastungen zu verschonen. Nicht nur wird Berliner Territorium berührt, sondern Referenzflächen der Berliner Forsten werden gestört, der Berliner Wasserhaushalt wird beeinträchtigt (durch die Renaturierung des Hohen Neuendorfer Herthamoores, finanziert vom Bezirk Reinickendorf, hat sich die Wasserqualität des Tegeler Sees verbessert) und das Frohnauer Naherholungsgebiet Hubertussee bald keinen Ausflug mehr wert sein.
Blick auf den Hubertussee in Frohnau. Sommer 2009.
© Alle Rechte bei K.P.
Gegen diese Pläne, die mehr und nicht weniger Verkehr in unsere Stadt bringen, hat sich in Hohen Neuendorf die Bürgerinitiative gegen die L171 neu "Hertha darf nicht sterben" gebildet. Wir wollen die Lebensqualität in unserer Stadt der Gärten, Hohen Neuendorf, erhalten - keine neue Mauer und keine neue Trennung von Berlin.
Aus stadtplanerischer Sicht ist überhaupt kein Grund ersichtlich, der einen so massiven Eingriff in den Naturraum rechtfertigen würde. Zeigen auch Sie, dass Sie als Frohnauer Bürger und Bürgerinnen von diesen Plänen betroffen sind!
Was können Sie tun?
- Informieren Sie sich auf unseren Internetseiten
- Machen Sie mit bei unserer Unterschriftenaktion
- Formulieren Sie Einwände gegen den Landesstraßenbedarfsplan 2010 – Der Landesstraßenbedarfsplan 2010 - öffentliche Auslegung und Argumentationshilfen für Beschwerden gegen die L171 - Argumente gegen die L171 auf einen Blick
Liebe Grüße
Karsten Poppe - für die Bürgerinitiative gegen die L171 neu
