800 Bürger waren in der Stadthalle, als der brandenburgische SPD-Minister für Infrastruktur und Raumordnung Reinhold Dellmann seine Konzeption der angedachten Umgehungsstraße in Hohen Neuendorf erläuterte und sich der öffentlichen Kritik stellte.
Die Märkische Allgemeine fasst unter dem Titel Protest gegen neue Trassen der Landesstraße L 171 den Auftritt von Minister Dellmann in der Stadthalle Hohen Neuendorf so zusammen:
Dieses Votum war eindeutig. Die deutliche Mehrheit der rund 800 Hohen Neuendorfer, die am Dienstagabend in der Stadthalle Infrastrukturminister Reinhold Dellmann zugehört und mit Fragen gelöchert haben, wollen keine zusätzlichen Straßen. Keine Ortsumgehung durchs Bergfelder Herthamoor und keinen neuen Autobahnzubringer durch die Stolper Heide nach Hohenschöpping. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann zugehört und mit Fragen gelöchert haben, wollen keine zusätzlichen Straßen. Keine Ortsumgehung durchs Bergfelder Herthamoor und keinen neuen Autobahnzubringer durch die Stolper Heide nach Hohenschöpping.
Minister Dellmann, so die Zeitung, knüpfte seine Zusage, die beiden Projekte dem Landtag gar nicht erst per Gesetzentwurf vorzuschlagen, an formale Bedingungen. Die Stadtverordneten müssten zügig ihren Ablehnungsbeschluss präzisieren, denn im Hohen Neuendorfer Flächennutzungsplan sei eine Ortsumgehung schließlich noch festgeschrieben. Außerdem werde vom Ministerium eine Stellungnahme erwartet, ob tatsächlich eine "Nullvariante" gewünscht ist. Und auch "die Region" müsse sich zuerst positionieren.
Lassen Sie's - das ist die Überschrift, unter der auf dem Portal Die-Mark-Online verschiedene Stimmen zum Neubau der Landesstraße 171 zitiert werden, die während des Auftritts von Minister Dellmann in Hohen Neuendorf gesammelt wurden. Dirk Hartung fasst die Position der Bürgerinitiative zusammen:
Die Zahlen stimmen nicht. Sie müssen sich aber nicht die Mühe machen, die Pläne zu überarbeiten. Lassen Sie's! Wir wollen's nicht.